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„So wirst Du ganz einfach schwanger!“ Im Ernst?

Heute Morgen hatte ich ein Erstgespräch mit einer sehr netten jungen Frau, die mir schon bei der ersten Kontaktaufnahme geschrieben hat: „Ich würde dich unglaublich gern kennenlernen und erfahren wie du es geschafft hast besser loszulassen und dein Ziel zu erreichen“.

Das „Ziel“, das war meine Tochter, bzw. die erfolgreiche Schwangerschaft, aus der schlussendlich unsere Tochter entstanden und zu uns gekommen ist. Die Enttäuschung folgte auf dem Fuß, als klar war, dass meine Kleine „einfach so“ – also unglaublicherweise doch auf natürlichem Wege – zu uns kam. Als Resultat einer Eileiterschwangerschaft, bei deren OP sich eine junge Assistenzärztin meiner annahm und – so sehe ich das heute – mal so richtig Ordnung gemacht hat bei mir da unten. Quasi „Bahn frei für meinen Sechser im Lotto!“. Der dann auch tatsächlich kam. Und weißt Du was?! Seither habe ich knapp 10 Jahre nicht mehr verhütet und bin nie wieder schwanger geworden. Warum? Keine Ahnung!

Wollten wir denn kein zweites Kind mehr? Doch, das wäre tatsächlich sehr willkommen gewesen. Aber eines war uns klar nach den zurückliegenden Kinderwunsch-Jahren: Wir waren durch mit den Hormonen, den Arztbesuchen, dem emotionalen Auf und Ab. Entweder würde es nochmal klappen oder eben nicht.

Natürlich ging die zyklische Aufgeregtheit weiter. Ich wusste genau, wann mein Eisprung war und wann die Periode (nicht) einzusetzen hatte. Schließlich hatte ich mich jahrelang darauf trainiert, das war ja nur logisch. Doch mit der Zeit schlich sich das einfach aus, muss ich sagen. Und jetzt bin ich bald 42 Jahre alt, für mich ist Schluss mit weiterem Nachwuchs. Alles ist gut.

Heute bin ich die Reiseleiterin, nicht mehr die Touristin.

Mein Mann brachte für meine Job-Beschreibung kürzlich die schöne Metapher der „Reiseleiterin“ auf. Sie versorgt Dich mit wichtigen, interessanten und unterhaltsamen Informationen, begleitet Dich unaufgeregt und sicher auf Deinem Weg, warnt vor kleinen und großen Gefahren und steht Dir im Notfall zuverlässig zur Seite. Wer hätte nicht gerne so jemanden in einem fremden Land bei sich? Genau.

Meine Aufgabe sehe ich heute also darin, Dir als diese Begleitung zu helfen, gut klar zu kommen während der Kinderwunsch-Zeit. Dir ein offenes Ohr zu schenken in schwierigen Phasen und Dich zu unterstützen, gut durch sie hindurch zu kommen. Du weißt nicht, wohin mit Deinen Ängsten, Zweifeln und Fragen? Keiner versteht Dich wirklich? Jeder hat kluge Tipps auf Lager, die Dir aber null helfen? Du kannst den neugierigen Fragen und mitleidigen Blicken nicht mehr Stand halten? Genau da helfe ich Dir gerne, das zu ändern und bin für Dich da, wenn Du mich brauchst. Persönlich im Gespräch und per WhatsApp zwischendurch.

„Du musst nur Loslassen, dann wird das schon mit der Schwangerschaft.“

Und wenn es doch nicht klappt, hast Du dann nicht richtig losgelassen und bist selber schuld, oder wie?

Solche Aussagen wirst Du von mir niemals bekommen! Niemand kann versprechen, dass Du auf jeden Fall schwanger wirst, wenn Du irgendetwas los lässt und diverse Blockaden überwindest. Niemand!

Wir alle wissen, wie man – bzw. Frau – schwanger wird. Und doch wird überall eifrig nach Abkürzungen gesucht. Jeder Strohhalm wird ergriffen und nicht selten das ganze Leben auf den Kopf gestellt, um seinem Wunsch ein Stückchen näher zu kommen.

Doch was ist der Preis dafür?

Versteh mich nicht falsch. Es ist natürlich richtig, z.B. verstärkt auf seine Ernährung zu achten während der Kinderwunsch-Zeit. Viel frische Obst und Gemüse, ab und zu Fleisch und Fisch, gute Fette und ein paar Milchprodukte von Zeit zu Zeit. Auch ein Stück Schokolade oder ein Glas Wein wird keine Schwangerschaft verhindern.

Und ja, es ist auch wichtig, unnötigen Stress zu vermeiden. Giftstoffe (von Zigaretten bis hin zur Arbeit in der Chemiefabrik) sind wirklich schlecht. Nicht nur, wenn Du schwanger werden willst. Das wissen wir alle.

Stressige Zeiten in der Arbeit, eine nervige Kollegin, ein blöder Streit mit dem Partner, Menschen, die Dich mit ihren allzu neugierigen Fragen („Wann ist es denn bei Dir endlich mal so weit?“) unter Druck setzen… All das ist kein Stress, der verhindert, dass Du Mama werden kannst. Wir nennen das heute einfach nur Stress und meinen damit den ganz normalen Alltag, der uns vielleicht gerade nervt.

Was ist mit hinderlichen Blockaden?

Ja, was ist mit ihnen? Hast Du Blockaden, die Dich an irgendetwas hindern? Blockieren sie tatsächlich das Schwangerwerden oder eher Dich in Deiner persönlichen Lebensfreiheit? Was macht das mit Dir? Ziehst Du Dich zurück, wirst immer unleidiger (das ist Bayrisch für „nicht-gut-drauf-sein“), fängst Streitereien mit Deinem Partner an und  Ihr geht stinksauer ins Bett, statt miteinander Sex zu haben, weil heute Eisprung-Tag ist? Da hätte dann tatsächlich eine Blockade schlussendlich dazu geführt, die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft zu minimieren… Aber verantwortlich an dem Problem ist sie nicht, nur der herbeigezogene Grund. Oder?

Die „Zack-und-weg-Methode“
(„Blockade finden, knacken, loslassen, schwanger werden – garantiert!“)

Wie Du Dir vielleicht schon denken kannst, bin ich aktuell gar nicht gut zu sprechen auf die „Zack-und-weg-Methode“, die mir irgendwie gerade überall zu begegnen scheint. Oder ist das einfach nur meine subjektive Wahrnehmung? Kann auch sein.

Trotzdem ist mir wichtig zu sagen: Die Kinderwunsch-Zeit kann eine sehr stressige Zeit sein und sie hat das Potenzial zu einer echten Lebenskrise, wenn nicht rechtzeitig die Notbremse gezogen wird. Der Körper wird in der gynäkologischen Praxis oder eine Kinderwunsch-Klinik behandelt, doch Herz, Seele und Geist brauchen auch einen Ansprechpartner. Und zwar einen Profi. Mit Qualifikation und bestenfalls Erfahrung!

Professionelle Helfer maßen sich niemals an, die alleinige Wahrheit zu kennen, weil sie Respekt und Achtung vor der Natur haben mit all ihren Überraschungen. Im Guten wie im Schlechten. Sie helfen Dir, Deine Möglichkeiten zu nutzen und begleiten Dich achtsam auf dem Weg zu Deinem individuellen Ziel. Manchmal ist eine helfende Hand alles, was Du brauchst. Manchmal müssen viele Hände ein Netz bilden, um Dich sicher tragen – oder notfalls auch mal auffangen – zu können.

Dein „Heiler“ bist Du. Sonst niemand.

Du kannst Dir helfen lassen, Du kannst ab und zu ein bisschen Verantwortung abgeben, Du darfst Dich auch mal in Deiner ganzen Schwäche zeigen. Dafür sind wir da. Und ja, nachdem Du den angestauten Ballast erkannt und entschieden hast, ihn „los zu lassen“, helfen wir gerne, ihn durch Schönes, Konstruktives und Hilfreiches zu ersetzen, um Deine Situation wieder leichter zu machen.

Nicht mehr und nicht weniger. Aber von Herzen gern.

Alles Liebe,

Deine Stefanie

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