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Selbstbestimmt leben – Teil 2 – Du und ich zusammen

Im ersten Teil der „Selbstbestimmt leben“-Reihe haben wir ein bißchen hineingeschnuppert, wie das Leben vor dem Dilemma mit dem unerfüllten Kinderwunsch war. Wie habt Ihr Euch als Paar gefunden? Welche Erfahrungen habt Ihr bisher gemeinsam im Leben gemacht? Wie war Eure Hochzeit und wie seid Ihr so als Ehepaar?

Hattest Du Zeit, Dir Gedanken zu all den Fragen vom letzten Mal zu machen und sie vielleicht sogar aufzuschreiben? Nein? Woran lag es? – Ja? Wie war es für Dich?

Erst war ich in Dich verliebt, jetzt bin ich bei Dir Zuhause.“
(Unbekannter Autor, Quelle: Kartenmacherei)

Jedes Paar hat seine eigene Geschichte, seine eigene Definition von Glück und seine eigene Art, das gemeinsame Leben zu gestalten. Manche führen eine Fernbeziehung, andere sind im Job und im Privaten den ganzen Tag beisammen. Einige reisen so viel wie möglich, die anderen bleiben am liebsten in der gewohnten Umgebung und machen es sich daheim gemütlich. Es gibt Paare, die in der Zweisamkeit am glücklichsten sind und Paare, die keine Feier und kein Event auslassen.

Doch so unterschiedlich wir auch alle leben. Eines haben wir alle gemeinsam: Wir haben uns verliebt und füreinander entschieden. Wir planen ein gemeinsames Leben, haben Wünsche, stecken uns Ziele und arbeiten daran, sie zu erreichen.

Und dann will das einfach nicht klappen mit dem Kind!

Da Du meinen Blog liest, gehe ich einfach mal fest davon aus, dass dieser Satz auch auf Dich und Deinen Partner oder Deine Partnerin zutrifft. Ihr wünscht Euch ein Baby und es will einfach nicht klappen. Vielleicht versucht Ihr es seit sechs Monaten, vielleicht seit sechs Jahren. Vielleicht steht Ihr noch ganz am Anfang und seht die Fragezeichen um Euch schwirren, vielleicht seid Ihr schon Profis in eigener Sache. Ich weiß es nicht.

Doch manchmal ist es gar nicht so sehr von Belang, wie lange die Kinderwunsch-Zeit tatsächlich schon andauert, um auf der Suche nach Hilfe zu sein. Es ist traurig und schlaucht furchtbar, sich anzustrengen und keinen Schritt weiter zu kommen. Wir werden ungeduldig. Wir sind niedergeschlagen. Und manchmal überwältigt uns der Neid auf all die anderen, die scheinbar mühelos drei Kinder bekommen, während sich bei uns so gar nichts tut.

Das ist nicht schön.

Ich kenne kein Paar, bei dem sich der unerfüllte Kinderwunsch nicht auch auf die Partnerschaft ausgewirkt hätte. Auch im Guten, denn sehr oft stärkt diese Erfahrung eine Partnerschaft sogar. Doch auf dem Weg dahin gibt es viele Stolpersteine und viele Chancen, es sich gegenseitig und gemeinsam schwer zu machen. Oder es auch einfach gemeinsam schwer zu haben, ganz ohne eigenes Zutun.

Sex-nach-Plan, Hormonspritzen, die Rennerei in diverse Arztpraxen, Nachfragen aus dem Bekannten- und Familienkreis, runde Bäuche auf der Strasse, Kinderwägen, wohin man auch blickt… Puh. Wie soll man da abends entspannt auf der Couch sitzen und glücklich sein? Nicht mal ein Glas Rotwein darf man trinken… Wer weiß, ob sich nicht doch schon was eingenistet hat?

Es zermürbt.

Viele Paare empfinden diesen Zustand als zermürbend. Sie wollen ihr schönes Leben weiter führen, sich jedoch nicht ständig fragen lassen müssen, wann „es“ denn endlich auch bei ihnen soweit ist. Sie wollen kuscheln und Sex haben, aber ohne optimales Zeitfenster im Hinterkopf. Sie wollen über ihre Sorgen und Ängste mit dem anderen sprechen und ihn oder sie gleichzeitig nicht damit überfordern. Und sie wünschen sich einfach nur, dass es vorbei ist und der blöde Schwangerschaftstest endlich zwei schöne rosa Striche anzeigt. Ist denn das zu viel verlangt? Nein, natürlich nicht.

Der Kummer, der nicht spricht, nagt am Herzen, bis es bricht.“

(William Shakespeare)

Sprecht Ihr denn miteinander?

Kennt Ihr Eure Wünsche, Ängste, Sorgen und Träume? Die eigenen und die des anderen?

Habt Ihr schon schwere Zeiten miteinander durchgestanden oder ist der Kinderwunsch die erste größere gemeinsame Krise?

Was habt Ihr bisher bereits alles miteinander erlebt und durchlebt?

Weißt Du, wie Du Deinen Partner / Deine Partnerin gut unterstützen kannst?

Weißt Du, wie Dein Partner / Deine Partnerin Dich gut unterstützen könnte?

Zieht Ihr in Punkto Kinderwunsch an einem Strang?

Wie weit würdest Du für ein Kind gehen?

Weißt Du, wo hier die Grenzen für Deinen Partner / Deine Partnerin liegen?

Was ist Eure jeweils größte Stärke und wie könntet Ihr diese nutzen, um die Kinderwunsch-Zeit gut zu überstehen? Körperlich, mental und seelisch.

Was wünscht Du Dir sehnlichst von Deinem Partner / Deiner Partnerin, hast es aber noch nie ausgesprochen?

Es braucht gar nicht viel, um mich zu beeindrucken. Ehrlichkeit genügt schon.“

(Quelle: spruechetante.de)

Auch heute lautet die Hausaufgabe wieder: Nimm Dir Stift und Papier und beantworte diese Fragen in aller Ruhe für Dich. Wenn es richtig gut werden soll, sprecht Ihr als Paar im Anschluss über Eure Gedanken und ich bin mir sicher, es wird sich viel Neues auftun.

Falls es Probleme gibt, Ihr an einer Stelle stecken bleibt oder einfach keine Antwort wisst, dann schreibt mir gerne und ich versuche, Euch schnellstmöglich Input zu geben.

Ansonsten viel Erfolg damit und wir widmen uns im nächsten Artikel dem letzten Teil von „Selbstbestimmt leben“. Dann geht es nur um DICH und wie Du Dir selbst der beste Freund / die beste Freundin sein kannst.

Alles Liebe und bis bald,

Deine Stefanie

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