Menü Schließen

(Kinderwunsch-) gesunde Ernährung!

Ihr Lieben,

heute überlasse ich Anne Goldhammer-Michl den aktuellen Blog-Artikel.

Anne ist gelernte Köchin, studierte Statistikerin, heute selbständig als Ernährungsberaterin und es wird voraussichtlich nicht das letzte Mal sein, dass Ihr hier bei mir von ihr lest oder hört. Denn Anne wird mein Angebot erweitern zum Thema gesunde Ernährung in der Kinderwunsch-Zeit.

So oft beschäftigt Euch in unseren Gesprächen die Frage „Was darf ich (noch) essen und was lasse ich lieber sein?“, „Was kann ich tun für eine gute Eizell-Qualität/für ein gutes Spermiogramm?“ oder auch „Ich soll abnehmen, aber wie soll ich das schaffen, wenn alles so anstrengend ist und ich so traurig bin?“. Es ist schon manchmal ein Buch mit sieben Siegeln, deshalb fragen wir lieber gleich die Expertin, dann wisst Ihr es fundiert.

Also, viel Spaß mit Anne und bis bald.

Ich lege mich jetzt mal ein bisschen in den Garten, da ich den Blogartikel nicht selber schreiben muss… 🙂

Alles Liebe,

Eure Stefanie

 

(Kinderwunsch-) gesunde Ernährung!

Vielleicht kennst du das? Du sitzt wegen deines Kinderwunsches beim Arzt und er gibt dir Ernährungstipps mit auf den Weg. Du sollst dich gesund ernähren und etwas abzunehmen wäre auch nicht schlecht.

Ist es wirklich so wichtig, gesund zu essen, wenn man ein Baby plant?

Tatsächlich deutet einiges darauf hin, dass die Ernährung einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat. Wird viel Fastfood und wenig Obst gegessen, so dauert es länger schwanger zu werden [1]. Die Fruchtbarkeit wird hingegen durch „langsame“ Kohlenhydrate, bestimmte Fettsäuren und Antioxidantien verbessert [2].

Ich finde die Vorstellung sehr schön, dass es dem Körper der Frau so gut gehen sollte, dass eine befruchtete Eizelle tatsächlich die Chance bekommt, sich dort einzunisten.

Eigentlich ist es logisch. Eine Schwangerschaft kostet die Frau Kraft und Energie, in nur 9 Monaten entsteht ein neuer Mensch. Hat der Körper keine Kapazitäten „frei“, sei es durch permanenten – den Zyklus beeinflussenden – Stress, durch Nährstoffmängel oder durch chronische Entzündungen, dann wird er das „Projekt Schwangerschaft“ auf später verschieben.

Apropos chronische Entzündungen, immer mehr Menschen sind davon betroffen. Viele bemerken sie nicht, da diese (anfangs) keine Beschwerden verursachen. Auch starkes Übergewicht und vor allem Bauchfett befeuern Entzündungen. Der Tipp deines Arztes abzunehmen ist also nicht böse gemeint. Mach dir aber keinen Stress, ein paar Kilo zu viel sind kein Problem und wenn du die folgenden Wie-kann-ich-ohne-Stress-gesund-essen-Tipps beherzigst, dann purzelt bestimmt auch das ein oder andere Pfund.

So, was ist das aber nun eigentlich – gesunde Ernährung?

 

Gesunde Ernährung oder verloren im Ernährungsratgeberdschungel?

Vegan, clean eating, low carb, fettarm oder Intervallfasten; ständig werden neue Ernährungsformen ausgerufen, von denen jede für sich beansprucht, besonders gesund zu sein. Fühlst du dich auch manchmal verloren im Ernährungsratgeberdschungel?

Die gute Nachricht ist: Es ist gar nicht so schwierig sich „richtig“ zu ernähren.

Denn, obwohl jeder individuell is(st) und andere Vorlieben und Bedürfnisse hat, gibt es allgemeingültige Empfehlungen für eine gute Ernährung.

Schauen wir uns erst einmal an:

 

Warum essen wir eigentlich?

Diese eigentlich banale Frage bringt uns schon näher an das, was eine gesunde Ernährung ausmacht.

Essen erfüllt wichtige Funktionen!

Unsere Nahrung liefert Energie.

Wir brauchen Energie, um zu leben. In jedem Moment unseres Lebens verbrauchen wir Energie – egal, ob wir schlafen, einen Marathon laufen, angestrengt nachdenken oder uns von Serien berieseln lassen. Diese verbrauchte Energie muss über die Nahrung wieder aufgenommen werden. Die sogenannten Makronährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Proteine liefern Energie, die wir aufnehmen und verwerten können.

Unsere Nahrung liefert Ausgangsstoffe für Bau- und Signalstoffe

Jede Zelle unseres Körpers wird aus dem gebaut, was wir essen. Man schätzt, dass sich alle Zellen unseres Körpers innerhalb EINES! Jahres komplett erneuern. Und wir brauchen nicht nur Baustoffe für Haut, Nägel und Knochen, sondern auch Stoffe, aus denen unsere Signalgeber Hormone und Neurotransmitter gebildet werden.

Unsere Nahrung liefert (essentielle) Nährstoffe

Wir brauchen Nährstoffe!  Für die Energiegewinnung und für die Umwandlung von Nahrung in Bau- und Signalstoffe werden Enzyme und Co-Faktoren benötigt, hier spielen Vitamine und Mineralstoffe eine sehr große Rolle. Fehlt ein wichtiges Vitamin kann z.B. nicht ausreichend ATP (AdenosinTriPhosphat: die Energiewährung unseres Körpers) gebildet werden. Es gibt essentielle Nährstoffe, die unser Körper nicht selber bilden kann, sondern die von außen, also durch unsere Nahrung, zugeführt werden muss. Dazu gehören Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe.

Weil du wahrscheinlich eh schon so viel im Kopf hast, wollen wir nun nicht weiter in die Ernährungslehre und Biochemie des Körpers einsteigen, sondern du bekommst eine Zusammenfassung und konkrete Tipps.

 

Ohne Stress und Kalorienzählen gesund essen

Eine gesunde Ernährung, ist eine, die dir ausreichend Nährstoffe liefert, die dich satt macht, die dir schmeckt und die dir guttut.

Folgende 10 Punkte zeigen dir, worauf du achten solltest.

  • Iss natürliche Lebensmittel! Vermeide industrielle Nahrungsmittel!
    • Unser Hungergefühl wird manipuliert (Bratwurst in der Semmel, Chips und Donats enthalten ungefähr gleich viel Fett und viel Kohlenhydrate. Hier können wir uns nicht zügeln: auch bekannt als Fressformel!
    • Konservierungsstoffe unterdrücken die guten Wirkstoffe der Lebensmittel
    • Transfette und Zusatzstoffe haben oftmals negative Auswirkungen auf Geist und Körper (z.B. in Form von Niedergeschlagenheit)
  • Halte Essenspausens ein (mind. 4 – 5 Stunden) und zwischen Abendessen und Frühstück
    • Wir essen meistens zu häufig, alle Verdauungsorgane brauchen mal Pause.
    • So fällt es auch leichter, unnötige Snacks zu meiden
  • Iss viel Gemüse, etwas Obst (mind. 3 Portionen, 2 Portionen)
    • Das weiß jeder: Gemüse und Obst liefern Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe
  • Iss Kohlenhydrate moderat
    • Unsere übliche Ernährungsweise ist zu kohlenhydratlastig
    • Zu viele Kohlenhydrate haben zahlreiche negative Auswirkungen -> Insulinresistenz, Unterzuckerungen, keine Fettverbrennung…
  • Iss ausreichend Eiweiß
    • Proteine dienen vor allem als Baustoff!
    • Bei einer veganen/vegetarischen Ernährung musst du klug kombinieren
  • Iss genügend Fett
    • Fett wurde lange zu Unrecht verteufelt
    • Es wird in unsere Zellen eingebaut und wird für Hormone benötigt
    • Außerdem macht es satt und schmeckt!
  • Iss fermentierte Lebensmittel (Joghurt, Sauerkraut, Parmesan, Kefir)
    • Fermentierte Lebensmittel sind eine Wohltat für den Darm und seine Bewohner
    • Nur, wenn der Darm gesund ist, kann er die Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen
  • Iss reichlich Ballaststoffe (Nüsse, Samen, Wurzelgemüse)
    • Die meisten essen zu wenig davon
    • Notwendig für einen gesunden Darm und eine gute Verdauung
  • Genieße (einheimische) Superfoods
    • Meerrettich, Zwiebeln, Knoblauch, Senf, Bitterstoffe, Beeren, Kräuter
  • Trinke genügend (Wasser, Tee, Kaffee, Saftschorle)

 

Damit du gleich entspannt loslegen kannst, kommen zum Schluss noch meine Empfehlungen für dich.

Gesundes Essen! 7 Tipps, wie man mit wenig Aufwand gut essen kann

  1. Verwende möglichst natürliche Lebensmittel! Fertigprodukte enthalten oft Zusatzstoffe und Transfette, die sich ungünstig auf unseren Körper auswirken.
  2. Iss nur wenig zwischendurch! Falls Zwischenmahlzeiten notwendig sind, dann iss nur Snacks, die den Blutzuckerspiegel nicht so stark in die Höhe treiben, wie etwa Nüsse, Quark mit Beeren, Gemüsesticks mit Dip, Käse.
  3. Iss bunt! Gemüse ist der Hauptdarsteller. Kombiniert mit wertvollem Eiweiß, gutem Fett und wenig komplexen Kohlenhydraten.
  4. Lass schnelle Kohlenhydrate weg und erhöhe gleichzeitig nach und nach die Menge der gesunden Fette! Die richtigen Fette schmecken, machen satt und wirken antientzündlich.
  5. Reduziere deinen Zuckerkonsum! Wenn es etwas Süßes sein soll, dann iss ein Stück Schokolade am besten im Anschluss an eine Mahlzeit. Je schokoladiger die Schokolade ist, desto mehr gesunden Kakao und weniger Zucker enthält sie. 70 % Kakaoanteil sind ein guter Anfang.
  6. Pflege deinen Darm! Er mag Ballaststoffe, fermentierte Lebensmittel und Bewegung.
  7. Freu dich am Leben! Lass Deine Ernährung nicht zur Qual werden. Iss ein Stück Kuchen von deiner Oma, trinke ein Glas Sekt zum Geburtstag und genieß die Pizza im Urlaub. Und am Tag danach machst du ganz „normal“ gesund weiter.

Das sind jetzt natürlich nur allgemeine Tipps, falls du eine individuelle Beratung aufgrund deines Ernährungsprotokolls wünschst, dann findest du mich unter www.avocadooo.de.

Nachdem es heute über die Basics der gesunden Ernährung ging, werden wir beim nächsten Mal mehr auf darauf eingehen, wie dich die richtige Ernährung bei einem (unerfülltem) Kinderwunsch unterstützen kann.

 

[1] Grieger et. al. „Pre-pregnancy fast food and fruit intake is associated with time to pregnancy“

[2] Silva et. a. „Food with Influence in the Sexual and Reproductive Health“

 

Foto:

Anne Goldhammer-Michl (www.avocadooo.de)

 

 

Schnupperstunde buchen

 

 

Workbook "Vom Wunsch zur Wirklichkeit"Stark und sicher durch die Kinderwunsch-Zeit

Ein Newsletter, frei von Dramen und gut fürs Herz.
Als Zuckerl gibt es mein PDF-Workbook für dich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.